Archive for the ‘Allgemeines’ Category

So tell me, what exactly is this “oscar-thing”?

Sonntag, 1. März 2009

So people keep questioning me: “What is your connection to O.S.C.A.R.?” “Is that your website?” “Why are you doing this?”.

Well, let me clear things up.

In 2008, I spent two months in Bolivia at the project O.S.C.A.R. trying to be a helping hand, but mostly observing. It was an incredible experience for me and I felt like getting involved beyond my stay.

The project itself is in fact huge and so is the impact it has on that region of Bolivia. It surprised me to see that this project doesn’t have a website, which I felt is important to make people in the clean, air-conditioned world of western society aware of it. Hoping that longterm-wise  this could be a help in finding financial supporters, I got my brother involved and with him started to make this website. 

 

Rundbrief 2008 von Roberto Eckerstorfer

Samstag, 20. Dezember 2008

Meine lieben Freunde:

Wiederum herzliche Grüsse aus Bolivien. Um es gleich vorwegzunehmen: ein ganz herzliches Vergelts Gott für alle Unterstützung, die ich während des abgelaufenen Jahres von vielen von euch erhalten habe. Ich weiss, auch bei euch ist die Situation nicht mehr so rosig, umso mehr weiss ich eure Unterstützung zu schätzen.

Wie gehts im Paradies? Gestern kam ich aus La Paz nach ca. 6 Stunden Fahrt wieder ins Baulager. Vorgestern musste ich meinem Aufsichtsrat in La Paz den Jahresbericht vorlegen. Diesmal kam von den Militärs ein Ofizier, der nicht aufhören wollte zu fragen; aber das ist ja nur gut so. Es ist nur schade, dass diejenigen, die in den Büros von La Paz sitzen, eigentlich wenig Ahnung haben von ihrem eigenen Land. Jetzt kommen noch verschiedene Rechnungsprüfungen welche uns die Finanzierer vorschreiben; auch das hilft uns nur, dass unsere Arbeit gewissenhaft und auch sauber abgeschlossen wird.

Ich bin nun 27 Jahre Direktor von OSCAR (eigentlich schon höchste Zeit, dass ein anderer übernimmt), aber heuer im Oktober ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich unseren Arbeitern die Löhne nicht bezahlen konnte. Die Spannung zwischen unserer Regierung und USAID, die nordamerikanische Hilfsorganisation, hat auch uns ganz arg betroffen, speziell am Wegbauprogramm.

Im Erziehungsprogramm, neben dem Bau von 20 Lehrerwohungen in Inicua, haben wir in erster Linie unsere LehrerInnenbildungsanstalt wieder geschlossen. Die katholische Universität von La Paz, eine der renomiertesten im Land, hatte 38 Zentren für die Ausbildung von Lehrern am Land geschaffen. Eines davon waren wir. Die Gewerkschaft der Lehrer hat dagegen Einspruch erhoben und so mussten diese Zentren wieder geschlossen werden. Leider; aber „unsere“ jungen Lehrer waren ein Dorn im Auge der Gewerkschaft, denn wir „drillten“ unsere Studenten nicht mit trotzkistischen Thesen, sondern, nach einer wirklich guten Auslese, mit einer gediegenen pädagogischen Ausbildung. Die 86 Lehrer, die aus unserer LBA hervorgingen, arbeiten zum Grossteil auszezeichnet in verschiedenen Schulen von Alto Beni.

Schon seit zwei Jahren schreibe ich immer, dass wir dabei sind ein Naturheilmittel gegen die Leishmaniasis (weisse Lepra) zu schaffen. Die Biochemie der Universität von La Paz hat nun die ersten Produkte geschickt. Wir selbst haben bereits angefangen mit einem eigenen Produkt: es kommt natürlich weit billiger als die von Europa importierten Medikamente, aber wir kommen mit beiden über ca 65-70% Erfolgsquote nicht hinaus (mit den chemischen Produkten erreichen wir ca. 85-90% Erfolg). Nur sind dieses sündteuer und bringen sehr schädliche Seiteneffekte mit für den Körper. Was uns bei der Leishmaniasis am meisten beunruhigt ist, dass seit etwa zwei Jahren die Anzahl der erkrankten Kinder und sogar von Säuglingen so stark wächst.

Bei der Vorlage des heurigen Jahresberichts wurde ich gefragt, was wir eigentlich erreicht haben in der Zone. Haben wir nicht nur viel gearbeitet, sondern hatte diese Arbeit auch einen Sinn? Bauten (Wege in Kilometern, Brücken, Schulräume usw.) zeigen nur wieviel du gearbeitet hast, nicht wieviel du wirklich erreicht hast im Leben anderer.

Es ist nicht immer lecht, diese Frage zu beantworten. Aber, wenn ich jetzt zurückschaue, so muss ich sagen, dass wir hier in dieser Gegend einen grossen Einfluss ausgeübt haben über die Bevölkerung. Was uns imer wieder „nachgesagt“ wird ist, dass wir Eigenleistung verlangten. Nicht in Form von Geld, sondern in Arbeit, Essen für die Arbeiter usw. Was am Anfang grosse Überredungskunst verlangte, ist heute ganz einfach Selbstverständlichkeit: dass alle mitarbeiten müssen. Für mich ist das der beste Beweis, dass die Leute von uns etwas gelernt haben: ihre eigenen Probleme zu analysieren, un konkrete Vorschläge auszuarbeiten, wo dann alle mitmachen. Das ist für mich auch gelebtes Christentum: seine eigenen Wünsche ein wenig hintanzustellen und etwas für die Gemeinschaft zu tun.

Das Anwachsen der Schulen ist auch ein guter Indikator. Durch unsere verschiedenen Programme wird die Erziehung gefördert. Im Vergleich zu allen anderen Schulen in den Dörfern der Gemeinde Palos Blancos (21.000 Einwohner) hat die Schule von Inicua (in unserer Zone) den grössten Schülerzuwachs seit 2001 (dem Jahr wo wir hier begonnen haben). Es sind nicht so sehr neue Familien dazugekommen, sondern die Familien sind jetzt vereint, weil es einen sicheren Weg gibt, Trinkwasser in mehreren Kolonien, Gesundheits-versorgung, usw. Ausserdem gehen jetzt wirklich fast alle Kinder in die Schule, was vor wenigen Jahren nicht der Fall war, speziell bei Mädchen.

Weiters ist der Aufschwung des Gesundheitspostens von Inicua aufschlussreich. Als wir 2001 kamen arbeitete dort ein Hilfssanitäter. Heute sind dort zwei Ärzte, eine Zahnärztin und der Hilfssanitäter beschäftigt. Wiederum: der grösste Zuwachs in Vergleich zu allen anderen Gesundheitsstationen.

Im pastoralen Bereich haben wir seit einigen Wochen wieder einen Pfarrer für die mehr als 110 Aussenstationen unseres Gebietes. Wir vom Baulager helfen bei der Pastoralarbeit mit. Ich habe schon öfteres erwähnt, dass uns die Sekten bei lebendigem Leib auffressen, weil sie in jeder kleinen Gemeinschaft einen „Pastor“ haben und wir von der kath. Kirche nicht. Nun gibt es aber einen sakramentalen Auftrieb, der nicht gerade von unserer Pastoralarbeit abhängt. Unser Präsident Evo Morales bezahlt einen Bonus an Schulkinder und an Alte Leute. Viele von diesen hatten bisher keine Dokumente. Nun wollen sie alle Geburtsurkunden. Da in zivilen Büros zu viel Schindluder getrieben wird mit den Dokumenten, verlangt man von allen das Taufzeugnis. Darum wollen sich jetzt alle taufen lassen, auch die Omas von 75 Jahren. Für uns, ein etwas fadenscheiniges Argument…

Vor einigen Woche wurde ich 65. Leider habe ich das Formular für das Pensionsansuchen irgendwo verschustert… Also, weiterarbeiten, bis ich es finde. Solange mir der Herrgott die nötige Gesundheit schenkt, habe ich nichts dagegen; aber es wäre gut, wenn frisches Blut nachkäme. Ich fürchte nur ein wenig, dass wir hier im OSCAR Projekt dem Beispiel der Dinosaurier folgen: Spezie im Aussterben. Vor einigen Wochen hatten wir Provinzkapitel der Franziskaner. Es sind sehr wenige, die Interesse zeigen im Paradies zu arbeiten.

Noch ein kurzer Gedanke:

Als kleine Kinder „glauben wir an das Christkind“

Später „glauben wir nicht mehr an das Christkind“

Noch später WERDEN WIR SELBER CHRISTKIND für andere.

Gerade das möchte ich jeden von Euch wünschen: dass Ihr im kommenden Weihnachtsfest so viel Kraft bekommt, damit ihr im Jahr 2009 FROHBOTEN  werden könnt für andere. Darin liegt der wahre Segen Gottes.

Liebe Grüsse, Euer Fr. Roberto Eckerstorfer, ofm

At school

Freitag, 28. März 2008

The bolivian government pays for a teacher if at least 20 children will attend classes. With the low density of population in Las Yungas, in some areas children just can’t attend class because the next school is too far away. And unfortunately it’s not rare for a kid to walk for 1-2 hours every morning to get to school! 

Today, I visited a small schoolhouse (literally one classroom). This school would not exist, if it weren’t for O.S.C.A.R.: before, some children, living on the other side of a river couldn’t get to the school regularly, therefore the number of 20 necessary pupils couldn’t be reached. With the help of O.S.C.A.R., the locals built a small bridge connecting several communities! Now a teacher is being paid by the government and the kids can actually go to school!

g11-erst-sooo before…

g17-dann-sooo after…

Offspring

Dienstag, 25. März 2008

On average, a woman living in Las Yungas has six children.

Road-construction

Sonntag, 23. März 2008

One could talk for ages about bolivian roads. They are saddening and make me laugh at the same time. I’m not the only one there, bolivians spend a lot of time joking about the roads. But in the end, the state of the roads has implications on the daily life that are purely sad. 

At the moment it is dry season, therefore the dust on the streets is dry. Every car causes a great stir, raising a huge cloud of dust. Next to the roads, the plants are whitish. Sounds like an uninteresting detail. But life in bolivia takes place on the streets. In the jungle, settlements are located directly on the street. People sell food to passengers, kids play on the streets. If everything is covered by dust as it is next to the main roads, then the lungs are as well. This is in fact a problem in the area.

I am amazed by the fact that farmers actually drive around in their “normal” automobiles. But apparently it works. However, people tell me that during rainy season, everything is a lot worse. Cars get stuck in the muddy potholed roads and lot of the roads become completely impassable, as they partially decide to develop into rivers. And when this happens, people get disconnected from local trade, education and health care. Some farmers can’t sell their crops, woman in labor can’t expect help and children stop going to school.

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That’s the way the roads look like.

 

 

 

O.S.C.A.R. has got two jeeps. Even though compared to a normal automobile this is luxury driving, we get stuck in the road twice.

Bugs

Samstag, 22. März 2008

I left a jumper outside for half an hour. Upon grabbing it, several rather large cockroaches fall off it. Nice. Realize I am definitely not yet adjusted to the life in harmony with nature….

The communal kitchen

Freitag, 21. März 2008

The volunteering students are responsible for preparing their own meals. Also, in a weekly supply they prepare bread for the whole camp.

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Beehive

Donnerstag, 20. März 2008

How can one combine nutritional consultation with knowledge transfer and sustainable development? Easy. Show farmers how to build beehives. Their families will consume honey. They have the possibility to sell something. And they will tell their neighbours. 

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The camp

Montag, 17. März 2008

I can count myself lucky, my bed stands in the only building constructed by brick: the schoolhouse. Next to a small sportsfield on one side with a henhouse on the other side of the house. 

How can I describe the camp? Families, all in all about 50 people are permanently living in it. Among others, the physician and its wife, a nurse, an engineer and several workmen.

But most notably around 90 bolivian students are staying in the camp. These students have just finished their school education and pass a year of voluntary civilian service in the camp. During this year, they work at construction sites, in the community kitchen, in farming and reforestation. 

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But let me tell you about the most important inhabitants, the heart of the camp: Roberto and Eusebio, the two padres. Roberto is director of O.S.C.A.R, the camp and its construction sites. Roberto, originally from Austria, lives and works for O.S.C.A.R. in Bolivia since about 30 years. He worked with his entire energy to improve the Bolivian people’s life and therefore has earned their full gratefulness and, more importantly their trust. Only because of this trust, people listen to him and accept his ideas and changes.

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The snaps below show the padres’ kitchen and common room. The walls have a rather symbolic value, as small animals can enter the room without problems.

kache1   kache2

Arrival in Bolivia

Sonntag, 16. März 2008

The high standard of western technology took care of my transport to the airport of La Paz, Bolivia’s largest city. Immediately, I am short of breath, reminding me that I am now 3600 m above sea level. I am arriving at night and luckly meet the driver of O.S.C.A.R. at the airport. He’s living in the camp, but occasionally drives to La Paz to transport mail, parcels, food and other goods between the camp and La Paz.

The next day, he takes me with him to the camp: a most scenic eight hour drive from the cold and dry highlands to the hot and fruitful jungle, „yungas“. Little by little the landscape changes through the plants that grow greener, lusher and taller. The air becomes moist, I have already removed several layers of clothing and start thinking about my mosquio repellent spray.

Since about an hour drive from La Paz, the road has changed from asphalt to a „sand and stones“-path. Every car produces a huge cloud of dust. I can feel sand between my teeth.

Again, I arrive at night. Thick forrest with thousands of unknown noises. Insects, moisture, spiders, dirt. Honestly, I couldn’t feel more uncomfortable.

La Paz  b-3-strasse-in-yungas    

Yungas   Yungas